Rotary Club Leverkusen-Opladen

Distrikt 1810

Rettungswagen für Ergli in Lettland

Einen Rettungswagen haben drei Mitglieder des R.C. Leverkusen-Opladen nach Lettland überführt und Vertretern der Gemeinde Ergli am Freitagnachmittag (14.10.2005) übergeben. Ergli liegt 120 Kilometer östlich der lettischen Metropole Riga. Das knapp vier Tonnen schwere Fahrzeug war 15 Jahre bei der Feuerwehr Leverkusen im Einsatz. Mitte Oktober wurde der Rettungswagen ausgemustert und dem R.C. Leverkusen-Opladen für einen sozialen Einsatz übergeben.

Bereits vor vier Jahren war die Gemeinde Ergli von den Rotariern tatkräftig unterstützt worden: Das Altenheim erhielt einen in Leverkusen ausgedienten Krankenwagen. Die Verbindung zwischen Ergli und dem Rotary-Club Leverkusen-Opladen besteht seit zehn Jahren. In dieser Zeit wurde unter der Leitung von Karl-Christian Glaeser, Mitglied im R.C. Leverkusen-Opladen, das Altenheim saniert. Der R.C. Leverkusen-Opladen war daran mit einer stattlichen fünfstelligen Summe beteiligt.

Der Wunsch nach einem Rettungswagen war in Ergli immer lauter geworden, weil das dortige Krankenhaus zwar für eine Patienten-Erstversorgung bei Unfällen bestens gerüstet ist, aber Schwerverletzte in das 40 Kilometer entfernt liegende Bezirkskrankenhaus von Madona bringen muss.

Mit Blumen und Sekt wurden die drei Vertreter der R.C. Leverkusen-Opladen in Ergli empfangen.

Gruppenbild mit dem Rettungswagen aus Leverkusen, Krankenhauschefin Aina Brake und den Rotariern des R.C. Leverkusen-Opladen – Dierk Kowalke, Klaus Schrewe und Fried Wolter (v.l.).

Aina Brake, ärztliche Leiterin des Krankenhaus Ergli und Mitglied des örtlichen Rates, lobt die großzügige Spende: „Der Weg nach Madona ist für unsere Notfall-Patienten nun besser zu bewältigen. Wir werden speziell während des bevorstehenden Wintermonate von den Vorzügen des sehr gut ausgestatteten Rettungswagens profitieren“.

Ergli hat 2000 Einwohner und ist eine von 26 Gemeinden im Bezirk. Fahrten in die umliegende Gemeinde, in die Bezirksstadt oder auch nach Riga führen über Schotterwege. Eis und Schnee werden ab Ende Oktober erwartet.

Ein Prosit auf die Spende aus Leverkusen: Krankenhauschefin Aina Brake stößt mit Fried Wolter an. Daneben Klaus Schrewe (links) und Dierk Kowalke (rechts).

Der Rettungswagen aus Leverkusen wird von Krankenhaus-Personal begutachtet und für gut befunden.

Die Überführung des Rettungswagens haben die Rotarierer Dierk Kowalke, Klaus Schrewe und Fried Wolter mit Unterstützung eines Freundes aus Lettland geplant und durchgeführt.

Den 1800 Kilometer weiten Weg legten die Rotarier zu Lande und zu See zurück: Am ersten Tag 700 Kilometer bis Rostock und einchecken auf die Fähre nach Ventspils - Lettlands wichtigster Ostsee-Hafen. Nach 27 Stunden auf See war das baltische Festland erreicht. Übernachtet wurde am zweiten Abend in Ventspils. Von dort aus ging es am dritten Tag vorbei an Riga weiter nach Ergli. Noch am gleichen Abend traten die drei den Rückweg nach Riga an. Ein Tag Pause und Sightseeing standen auf dem Programm. Per Flugzeug ging es schließlich zurück nach Köln.

Klaus Schrewe vom R.C. Leverkusen-Opladen erklärt die Vorzüge und Funktionen des Rettungswagens.

Die Gemeinde Ergli bedankte sich für den Notfallwagen mit Insignien ihrer Feuerwehr: Helme und Mütze für die drei Vertreter des R.C. Leverkusen-Opladen – Dierk Kowalke, Klaus Schrewe und Fried Wolter (v.l.).

Alle Fotos: Dierk Kowalke / Abdruck honorarfrei

Dierk Kowalke, R.C. Leverkusen-Opladen Tel. 02171 / 732685