Rotary Club Leverkusen-Opladen

Distrikt 1810

Der Rotary Club Leverkusen-Opladen schenkt einem Seniorenheim in Ergli (Lettland) einen Krankenwagen

Mehrere Jahre lang engagierte sich unser Club für die Wiederherstellung und Modernisierung eines Altenheims in Ergli (Lettland). Die Weihnachtsspenden des Clubs wurden zu sehr wesentlichen Teilen darauf verwendet, das völlig heruntergekommene Anwesen wieder herzurichten und den Bewohnern dieses Heims einen menschenwürdigen Lebensabend zu ermöglichen.

Nach der baulichen Sicherung und Sanierung des Hauses sowie der Installation einer neuen Heizung und eines Aufzugs unter der fachlich versierten und persönlich engagierten Supervision unseres Freundes Karl-Christian Glaeser bildete die Schenkung eines Krankenwagens aus dem Bestand der Leverkusener Feuerwehr an dieses Seniorenheim den abschließenden Höhepunkt unserer Anstrengungen. 

Bei strahlendem Wetter fuhren die beiden Freunde Peter Földi und Dirk Hennebach am Mittwoch, den 04.09.2002 gegen 7:30h in der Frühe von Leverkusen-Opladen resp. Leichlingen im Rheinland mit dem Geschenkauto nach Rostock los und schifften sich nach einer angenehmen Fahrt um 16:00 h auf der Fähre ein. Die Zeit bis zum Ablegen gegen 20:00h waren unsere Freunde dann zum "Nichtstun" gezwungen und hatten ohne störendes Telefon und Stress Zeit, die Sonne vor und während der Überfahrt zu genießen. Am Abend des 05.09.2002 erreichte die Fähre nach 24 Stunden die lettische Hafenstadt Liepaja. 

Abfahrt in Leichlingen

                Übergabe des Fahrzeugs in Ergli

Dort wurden die beiden von der Leiterin des Sozialamtes des Kreises Madona hochoffiziell mit Blumensträußen empfangen. Wichtiger aber war, daß ihre Mithilfe das Ausschiffen und Erledigen der Zollformalitäten auf das erträgliche Maß von etwa 1 ½ Stunden abschmolz.

Am nächsten Morgen erreichten die beiden Freunde nach ca. dreistündiger Fahrt auf asphaltierter (!) Straße ihr Ziel. Am Freitagmittag übergaben sie dann der Direktorin des Kreises Madona den Wagen samt Schenkungsurkunde und aller weiteren Papiere. Anschließend ging es mit Blaulicht und Martinshorn zum Seniorenheim in Ergli, wo das Kraftfahrzeug dann nach 1.100 km Fahrt an Frau Zirnite, der Leiterin des Altenheimes, direkt seiner endgültigen Bestimmung übergeben werden konnte.

 

Das Seniorenheim in Ergli nach der vom RC Leverkusen-Opladen gesponserten Renovierung

Der neue Aufzug

Der Empfang und die Gastfreundschaft in Ergli durch Frau Zirnite und ihre Mitarbeiter waren überaus herzlich. Vor allem war es aber eine sehr große Befriedigung für unsere beiden Freunde, sich vor Ort davon überzeugen zu können, wie gut und höchst effizient das von unserem Club gespendete Geld verwaltet und für die Renovierung des Altenheims eingesetzt worden war. Derzeit wird hier 55 alten Menschen ihr Lebensabend lebenswert gemacht und erleichtert. Der Einsatz und die Energie, die unser Club und insbesondere Freund Karl-Christian Glaeser als Initiator dieses Hilfsprojektes aufwandte, kann nicht hoch genug gewürdigt werden. Dies war sowohl in Ergli als auch in Madona mehrmals ausdrücklich betont worden.

Am Samstagvormittag wurden dann die beiden Freunde vom zukünftigen Fahrer des Krankenwagens in einem Pkw auf einer "weißen", d.h. unasphaltierten Rollpiste (aus den Tagen der Sowjetunion) mit Tempo 100 und einer 200 m langen Staubfahne nach Riga gebracht, von wo sie am Sonntag 08.09.02 über Helsinki wieder zurück nach Düsseldorf flogen.

Sicherlich sind wir dem Aufruf des Präsidenten von R.I., Freund B. Rattakul, „Sow the Seeds of Love“ mit dieser grenzüberschreitenden Aktion, das Altenheim in Ergli wieder lebenswert zu machen, gerecht geworden. Die Freude darüber ist eine großartige Belohnung für unseren gemeinsamen Einsatz.

S. Peters